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  • Die (Wieder-)Entdeckung der Romantik

    Mönch am Meer

    Wie so oft in der Geschichte, haben sich die stilbildenden Elemente der Romantik wie z.B. Gefühl, Leidenschaft, Individualität als Gegenbewegung zum vorherrschenden strengen, moralisierenden und logisch formalen Klassizismus entwickelt, der Ende des 18. Jahrhunderts schleichend abgelöst wurde.

    Während William Turner zum Vorreiter der Romantik in England avancierte (und in seinen Spätwerken fast den Schritt zur Abstraktion schaffte), wurden die deutsche Maler Caspar David Friedrich, Carl Blechen und Philipp Otto Runge zu den Hauptvertretern der deutschen Romantik. Allerdings fanden die Gemälde von Carl Blechen und Philipp Otto Runge zu Lebzeiten wenig Beachtung, wohingegen Caspar David Friedrich schon vor seinem Ableben als unbequemes Genie, großer Visionär und bedeutender Maler gefeiert wurde. Zu Recht!

    Kreative Gefühlsausbrüche wie „Wrack im Eismeer“ (1798), „Wanderer über dem Nebelmeer“ (1818) oder das aus meiner Sicht unerreicht, traurige Meisterwerk der Melancholie „Mönch am Meer“ (1825), dass auch schon mal als „Altarbild des modernen Menschen“ bezeichnet wurde, suchen in der Kunstgeschichte ihresgleichen.

    Mag sein, dass Bilder von solchem Schlag nicht mehr in die Wohnzimmer der Spaßgesellschaft passen oder das Spannungsfeld zwischen Hartz IV, Erderwärmung und Bankencrash ausfüllen.

    Schade ist es trotzdem! Gehören zu einem reifen, zugleich romantischen und aufgeklärten Lebensgefühl doch auch die Einsicht in unsere eigene Verlorenheit.

    Warten wir also auf die (Wieder-)Entdeckung der Romantik.

  • Luder, Lustobjekt & Femmes fatales - Kunstbilder von Salome

    In der Kunstgeschichte gibt es wohl kaum eine Frauengestalt, die Künstler aus allen Epochen so sehr inspirierte wie Salome - jenes Mädchen, dass laut der biblischen Überlieferung Johannes den Täufer um den Kopf brachte.

    Kein Wunder, gilt Salome doch als als Inkarnation der Femmes fatales, als Verkörperung idealer Schönheit und knisternder Erotik.

    Salome, Tochter der Herodias und des Herodes (seinerseits Sohn von Herodes dem Großen), wurde von Ihrem Stiefvater Herodes Antipas während eines Festmahls gebeten, einen Tempeltanz aufzuführen. Dieser Tempeltanz (ursprünglich eine Allegorie auf den Tod und die Wiedergeburt der Natur, in der sich der Glaube an die weibliche Zauberkraft und Fruchtbarkeit ausdrückt), entzückte den Alten so sehr, dass Herodes ihr schwört: „Um was du mich auch bitten wirst, ich werde es dir geben bis zur Hälfte meines Reiches“. Dies führte jedoch nicht zur Aufteilung des Reiches, sondern auf Wunsch der Mutter zur Enthauptung Johannes’ des Täufers (dieser hatte über die Heirat zwischen Salomes Mutter und Herodes gelästert). Zu spät bereut Herodes sein voreilig gegebenes Versprechen, bittet Salome zu verzichten und fleht sie an, stattdessen seine kostbarsten Schätze anzunehmen. Schließlich gibt Herodes nach und überreicht dem Henker den Todesring. Der abgeschlagene Kopf wird Salome wunschgemäß auf einem silbernen Tablett dargebracht

    Auf der Bühne der Kunst wurde diese Story seit Jahrhunderten immer wieder neu in Szene gesetzt. Mal wird Salome als aufreizende Unschuld, mal als prophetenmordendes Luder gemalt. Zwischen 1905 - 1910 entwickelte sich aus dem aufkommenden Orientalismus eine regelrechte "Salome-Mania", wo bis auf den Schmuck dann auch alle Hüllen fallen......

    Bis heute hat dieser Mythos nichts an seinen Geheimnissen und Phantasien verloren. Und hier sind meine persönlichen Lieblingsdarstellungen von Salome

  • Faszination Digitale Kunst

    Digitale Kunstbilder

    Die digitale Kunst ist eine sehr junge Form der Kunst, die man bis vor Kurzem nur im Internet fand. Das hat sich geändert! Mittlerweile werden "Jahrbücher zur digitaler Kunst" mit Fach- und Bildartikeln in hoher Auflage herausgegeben, ein "Digital Art Museum" verleiht den "digital art award" mit Listen von Künstlern, die die Entwicklungen der Digitalen Kunst geprägt haben. Und - last but not least - verleiht eine „Ars Electronica“ den „Oscar der digitalen Kunst”.

    Dabei wurde der Begriff "Digitale Kunst" oder "computergenerierte Kunst" erst ab Mitte der 1990er Jahre gebräuchlich und ist eng verbunden mit dem Aufkommen der elektronischen Teckno-Musik - sowie mit der Revolution der Grafiksoftware, die das Malen und Gestalten am Computer erst möglich machte. Sehr schnell entstand eine Subkultur jenseits der üblichen Kunstkanäle, zu deren Pionieren Illustratoren, Grafiker und DJs zählten.

    Die Vielfalt der Arbeiten zeigt eine sehr große Bandbreite und die Künstler selbst sind dazu übergegangen, ihre Arbeiten nach den Softwaretools zu benennen, mit denen die digitalen Kunstbilder erstellt wurden. Ähnlich wie beim Holzschnitt, dem Aquarell oder der Lithografie gibt es in der digitalen Kunst "Photopaintings", "3D-Bilder", "Vektorgrafiken", "Mathematische Kunst" oder "Mixed Media". Inhaltlich kann die Digitale Kunst entweder als Nachempfindung bzw. Weiterführung von traditionellen Kunststilen (z.B. digitale Pop-Art-Bilder) - oder als völlig neue Kunst-Komposition mit dem Computer als weiterführendes Werkzeug (z.B. Fraktale) entstehen.

    Die Motive finden die digitalen Künstler im Banalen und Trivialen der Alltagskultur. Konsumprodukte, Urlaubsfotos oder Vektorgrafiken werden zur Kunst erhoben. Kennzeichnend für digitale Kunstbilder sind 2-dimensionale Darstellung und natürlich die (digital) erweiterte Farbpallette. Digitale Bilder haben eine besonders intensive Farbe, da sich mit dem Computer reine Farbflächen erzeugen lassen, die sich nicht mit anderen Trägern, wie z.B. Papier oder Canvas vermischen.

    Rein Quantitativ dürfte die digitale Kunst mittlerweile einer der am meisten verbreitesten Kunstform sein. Woher kommt also die Faszination für die Digitale Kunst? Wahrscheinlich waren insbesondere folgende 3 Faktoren für die schnelle Verbreitung der digitalen Kunst maßgeblich:

    (1) Digitale Kunst als Gegenbewegung zum akademischen Kunstbetrieb: Wurden Kunstbilder früher ausschließlich per Hand von langjährig geschulten (geübten) Künstlern gemalt, hat sich mit dem Aufkommen entsprechender Grafiksoftware wie Paintbox oder Adobe Photoshop der künstlerische Schaffensprozess deutlich reduziert und vereinfacht. Ein Schuss Kreativität und wenige Stunden reichen aus, um dekorative und kommerziell verwertbare Bilder zu erstellen.

    (2) Das Internet: Jedes Bild bringt ein inhaltliches Anliegen zum Ausdruck. Und da Kunst auch immer eine Bühne der Darstellung sucht, wurde das Internet zur idealen Plattform der digitalen Kunst. Insbesondere das sogenannte Web2.0 als „Mitmachweb“ gepaart mit dem Community-Gedanken, dürfte zur Verbreitung in hohem Maße beigetragen haben.

    (3) Einfachste Reproduzierbarkeit: Digitale Kunstbilder lassen sich schnell kopieren, reproduzieren und verfremden, so dass aus Abbildern leicht wieder neue Bilder (i.S.v. neuer Werkschaffungen) entstehen. Die Verbreitung wird zusätzlich gefördert durch eine quasi unbegrenzte Verfügbarkeit von Bildmaterial im Internet gekoppelt mit fehlenden Schutzrechten der geistigen Eigentümer.

    Masse ist aber bekanntermaßen nicht gleich Klasse. Und das gilt insbesondere für die Kunst, wo der Konsument neben ästhetischen Ansprüchen auch ein gewisses Maß an geistiger Tiefe befriedigt wissen will.

    Ob die digitale Kunst also an ihrer inflationären Verbreitung erstickt, oder zu einer vorherrschenden Ausdrucksform der bildenden Künste avanciert, bleibt abzuwarten.

  • VG-Bildkunst: Verraten aber nicht Verkauft!

    Unglaublich aber wahr: Von einem Betreiber eines der größten Internetshops für Gemälde-Reproduktionen, Kunstdrucke und Poster habe ich folgenden Sachverhalt über diverse Emails dokumentiert erhalten: Der Betreiber hatte sich erstmalig 2004 bei der VG-Bildkunst über Urheberrechtsverletzungen von verschiedenen Mitbewerbern beschwert. Die Urheberrechtsverletzungen resultier(t)en daraus, dass die Mitbewerber Gemälde-Reproduktionen von nicht-gemeinfreien (also urhberrechtlich-geschützen) Bildwerken z.B. von Picasso, Dali oder Lempicka beworben und zum Verkauf anboten. Insgesamt ging es um diverse Onlineshops, darunter auch Schwergewichte und Großhändler.

    Nun sollte man meinen, dass die VG-Bildkunst, die die Verwertungsrechte der Künstler vertritt und damit ihr Geld (und das der Künstler) verdient, solche Hinweise dankend aufnimmt und sofort tätig wird. Doch überraschenderweise geschah nichts dergleichen. Erst nach erneuter Erinnerung (mit Kopie an den Vorstand) erhielt der beschwerende Betreiber die lapidare Antwort, dass die rechtsverstöße der genannten Online-Shops der VG-Bildkunst bekannt seien. Man bedaure jedoch (!) selber keine Rechtsschritte gegen die Betreiber einleiten zu können, da der Sitz der Geschäftsführung nicht in Deutschland, sondern im Falle der oben genannten Shops in Österreich, der Schweiz bzw. Spanien liege. Man habe diese Vorgänge jedoch den entsprechenden Landesvertretungen der VG-Bildkunst zur Kenntnis gegeben. Damit sei gewährleistet, dass die Urheberrechtsverletzungen in Kürze von den Landesvertretungen geahndet werden. Das war in 2004!

    Nachdem die deutsche Rechtssprechung im Laufe der Zeit den Schutz des geistigen Eigentums im Internet zunehmend härter abstrafte, meldete sich 2007 der beschwerende Betreiber erneut bei der VG-Bildkunst und gab Hilfestellung: Alle Domains seien über eine .de-Domain registriert (eine .de-Endung generiert bessere Platzierungen bei den Suchergebnissen für Abfragen im großen, kaufkräftigen Google-Deutschland Markt). Jede .de-Domain muss bei der Denic mit einem sogenannten Admin-C (Voraussetzung: Sitz in Deutschland) gemeldet sein. Nach einstimmigen Gerichtsurteilen verschiedener Landesgerichte kann der Admin-C (mit Sitz in Deutschland) auch für die Inhalte einer Webseite bzw. für Urheberrechtsverletzungen einer Webseite haftbar gemacht werden. Wenn also die Landesvertretungen der VG-Bildkunst in Österreich, der Schweiz oder Spanien nicht tätig werden, die Firmensitze aber in diesen Ländern liegen, wieso nicht den Admin-C in Deutschland haftbar machen? Gute Idee? Grundsätzlich ja! Aber? Die VG-Bildkunst ist nicht zuständig, weil die Betreiber den Sitz der Geschäftsführung nicht in Deutschland haben. Man habe diese Vorgänge jedoch den entsprechenden Landesvertretungen der VG-Bildkunst zur Kenntnis gegeben und sei sich sicher, dass die ureberrechtsverletzungen in Kürze geandet werden. Das war in 2007!

    Man schreibt das Jahr 2009. Immer noch gehen "Detailgetreue handgemalte Ölgemälde" von Tamara de Lempicka bei Shops wie "1a-reproduktionen.de", "art-palazzo.de" oder "toucanart.de" ab 30 Euro über den virtuellen Ladentisch. Die seriösen Anbieter von Kunstdrucken ächzen unter der Wirtschaftsflaute, steigenden Lizenzgebühren für Verwertungsrechte und natürlich unter der Konkurrenz der schwarzen Schaffe, die über Name-Dropping und Produkten die kein anderer Shop hat, die Besucher auf Ihre Seiten ziehen.

  • Der schmale Grad: Aktmalerei zwischen Kunst und Porno

    Kunst oder Porno?
    Laut Sigmund Freud - dem Über-Ich der frühen Psychoanalyse - ist der Ausgangspunkt der kulturellen Entwicklung die Triebsublimierung bzw. der Triebverzicht in Form von geistigen und schöpferischen Tätigkeiten, insbesondere auch der Kunstmalerei (siehe „Das Unbehagen in der Kultur“ 1930). Demnach bewirkt die Sublimierung der Triebe hin zu Kunst und Wissensdrang, dass dem Menschen die Nichterfüllung der primären sexuellen Wünsche nicht schadet.

    Betrachtet man die explizite Aktmalerei z.B. von Egon Schiele, Otto Müller, Edgar Degas, Toulouse-Lautrec oder allen anderen bekannten Aktmalern (seit der Renaissance gehört das Studium des menschlichen Körpers zur Ausbildung an Kunstakademien), ist es kaum zu glauben, dass bei solchen expliziten Darstellungen des Malers Pinsel trocken bleibt. Dennoch gelten Gemälde wie z.B. Gustavs Courbets "Der Ursprung der Welt", mit der detaillierten Abbildung des weiblichen Geschlechtsorgans bis Heute gemein hin als Meilensteine der Kunstmalerei - nicht als Pornografie. Aktbilder sind salonfähig - Porno ist Schmuddel. Darf ich das Bild "Der Ursprung der Welt" auch 15 oder 14 Jährigen Kindern zeigen? Oder gibt es auch bald im Louvre eine Altersgrenze mit FSK-Überwachung?

    Aus dem "Wissen der Vielen" (Wikipedia) erfolgt die Abgrenzung zwischen Aktmalerei und Pornografie dahingehend, dass die "Aktmalerei hingegen der Pornografie

    (1) keine sexuelle Erregung beabsichtigt und neben einem

    (2) ästhetischen auch durch einen handwerklichen Anspruch auch durch gekennzeichnet ist".

    Einen (2) „ästhetischen und handwerklichen Anspruch“ würde wohl auch so mancher Pornoproduzent für seine Filme in Anspruch nehmen (unvergessen hierzu: „Boogie Nights“ ein Spielfilm von 1997, der die pornografische Filmszene der späten 70er und frühen 80er Jahre aus Sicht des jungen Pornostars portaitiert).

    Auch mit der (1) „beabsichtigten sexuellen Erregung“ (mittlerweile wohl auch informelles Nebenziel jeder zweiten Werbekampagne) ist das so eine Sache: Gibt es überhaupt ein allgemein gültige Trennlinie zwischen Kunst und Porno? Oder ist diese jeweils nur durch den Gesetzgeber des jeweiligen Landes bzw. der vorherrschenden Moralvorstellungen des Landes bestimmt? Ist in einem Land schick, was im anderen schmuddel ist? Ganz gewiss!

    Bis Heute obliegt die Entscheidung, was Pornografie und was Kunst ist, der Judikative. Einerseits schützt das deutsche Grundgesetz explizit die Kunst: Die Kunst ist frei und die Freiheit der Kunst ist in Art. 5 Abs. 3 GG ohne Vorbehalt gewährleistet. Andererseits gibt es den Jugendschutz u.a. Gesetzte die zum Verbot, (Indizierung) und zur Zensur führen. Der gesellschaftliche Dissens zu dieser Frage ist nicht aufgelöst. Bis heute.

  • Kunstbilder im Internet vermarkten - Tipps und Tricks!


    Kennen Sie den wesentlichen Unterschied zwischen Vincent van Gogh und Pablo Picasso? Nein, wirklich nicht? Dann gucken Sie in den schlauen Ratgeber von Frau Carole Katchen "Kunst erfolgreich verkaufen". Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Künstlern sei - so Frau Katchen - dass Vincent van Gogh arm und Pablo Picasso reich gestorben ist. So einfach ist das! Nachfolgend gibt Frau Katchen viele Tipps, wie man als Künstler reich und berühmt wird: Etwa durch "einen Ruf als professioneller Künstler aufbauen" oder "Sammler hegen und pflegen". Aha! Es folgt die Erkenntnis: "Kunst zu verkaufen ist keine Zauberei". Na dann!

    Tatsächlich tun sich im Zeitalter des Internets den Kunstmalern - ob Laie oder ambitionierter Profi - eine Vielzahl von Möglichkeiten auf, die eigenen Werke erfolgreich als Original oder Reproduktion zu vermarkten. Mittlerweile haben sich im Web verschiedene Alternativen herausgebildet, die zur Vermarktung eigener Kunstbilder geeignet sind.

    I. Herkömmliche Galerien mit Internetauftritt

    Der Galerist präsentiert die Kunstwerke auf von ihm veranstalteten Kunstausstellungen bzw. auf dem Webauftritt der Galerie. Dabei pflegt er einen engen Kontakt zu "seinen" Künstlern und organisiert Ausstellungen. Tendenziell wird der Galerist eher "akademische Kunst" im hochpreisigem Segment vermarkten wollen. Dabei muss der Galerist für die eigenen Bildwerke gewonnen werden. Zwar erleichtert das Internet nach Galeristen, nicht jedoch das Auswahlverfahren für die Künstler.

    II. Portale & Communities

    Inzwischen gibt es diverse Portale und Communities für Künstler und Kunstliebhaber. Manche sind stylish auf Web 2.0 gebürstet, andere recht fad und überschaubar. Künstler können die eigenen Bilder einem großen Publikum schnell und in der Regel kostenfrei zugänglich machen. Oft kann der Künstler seine eigenen Bilder auch als Originale oder Reproduktion zum Verkauf anbieten. Als Nachteil für den ambitionierten Künstler ist die Tatsache, dass jeder alles an Bildern hochladen kann uns somit die Qualität der Bilder nur selten kaufkräftiges Publikum anlockt. Häufig bleibt die Community unter sich. Spaß macht´s trotzdem.

    III. Professionelle Poster- und Kunstdruckshops mit Artist-Publisher Programm

    Zunehmend bieten auch professionelle Poster- und Kunstdruckshops so genannte "Artist-Publisher Programme" an. Durch die Teilnahme an einem Artis-Publisher Programm erhält der Künstler die Möglichkeit, seine Bildwerke als Poster, Kunstdruck oder Ölgemälde-Reproduktion kostenlos über den Postershop zu vermarkten. In der Regel werden nicht die Originale vermarktet, sondern der Künstler tritt hier als Lizenzgeber auf. Gefragt ist weniger akademische Kunst, sondern dekorative Lifestyle-Bilder. Künstler die es geschafft haben, in ein Artist-Publisher Programm aufgenommen zu werden, haben den Vorteil, dass Sie Ihre Bilder in der Regel einem großen, kaufwilligen Publikum präsentieren können.

  • Armer Edward! - Besuch der Ausstellung Modern Life

    Event: Modern Life - Edward Hopper und seine Zeit

    Nein, dass war wirklich nicht schön! Nach der erfolgreichen sowie gelungenen Matisse-Ausstellung, die über 100.000 Besucher in das Hamburger Bucerius Kunst Forum lockte, waren die Erwartungen hoch.

    Mit der dritten Ausstellungen zum Thema "150 Jahre Amerikanische Kunst: 1800–1950" folgten nach den romantischen Landschaftsbildern der Hudson River School und den Porträts des "Gilded Age", präsentiert das Bucerius Kunst Forum nun bekannte Bilder aus dem Whitney Museum in New York unter dem Thema: "Modern Life. Edwad Hopper und seine Zeit".

    Schade nur, dass es auf dieser "künstlerische Entdeckungsreise in die Neue Welt" nicht viel zu endecken gab. Jedenfalls nicht von Edward Hopper. Hopper, der in schönen, melancholischen Bildern immer wieder die Einsamkeit des Großstadtmenschen thematisierte, wurde auf der Ausstellung nun selber Opfer der Isolierung. Gerade mal 6 Gemälde des Ausnahmekünstlers der American Scene bekamen die erstaunten Besucher zu sehen. Statt dessen gab´s Masse aus der 2.ten Reihe. Mit rd. 80 Gemälden von überwiegend unbekannten Künstlern wurden die Wände des Bucerius Kunst Forum tapeziert.

    Auch die 5 Bilder von der zeitgenossen Man Ray und Lyonel Feininger konnten die Ausstellung nicht mehr retten. Gut geht anders!

    Bis 16. August 2009, im Ian Karan Auditorium
    8,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Montags 5,- Euro. Kinder unter 18 Jahren und Mitglieder des Bucerius Kunst Clubs: Eintritt frei.

  • Merkmale und Künstler der Viktorianischen Malerei

    Tepidadium von Sir Alma-Tadema

    Während des „Viktorianischen Zeitalters“ erblühte die britische Wirtschaft und es begann die Ära des "Great Empire". Es war die Zeit, als der Postkapitalismus mit Dampfmaschinen, Industrialisierung und Elektrizität die Feen, Nymphen und Naturgeister vertrieb und erstmals der Wohlstand weite Teile der Mittelschicht erreichte.

    Auch in der Malerei ging man gänzlich neue Wege: 1849 schloss sich eine Gruppe von britischen Malern zu den Prä-Raffaeliten zusammen. Ziel dieser Künstlergruppe war die Überwindung der formalen, logischen und strengen Strukturen des vorherrschenden Neoklassizismus zugunsten eines natürlichen, ausdrucksstarken, an Mittelalter und Renaissance angelehnten Stils. Ab den 1880er Jahren übte die Bewegung einen großen Einfluss in ganz Europa aus.

    Zu den bekanntesten Malern der Viktorianischen Malerei gehört Lawrence Alma-Tadema. Lawrence Alma-Tadema wurde 1836 in den Niederlanden geboren und starb am 26.Juni 1912 in Wiesbaden. Obwohl in den Niederladen geboren, wurde Lawrence Alma-Tadema einer der bekanntesten Vertreter der viktorianischen Malerei. Nachdem seine ersten Gemälde in Paris auf der Weltausstellung 1867 prämiert wurden, ließ er sich 1870 als freier Künstler in London nieder. Anlässlich seines 81. Geburtstags wurde Alma-Tadema von Queen Victoria im Jahr 1899 zum Ritter geschlagen. Lawrence Alma-Tadema widmete sich ein seinem umfassenden Werk immer wieder der Historienmalerei, wobei er seine Motive immer wieder in der Antike fand. Seine Bilder des zeichnen sich durch eine hohe Detailgetreue aus, die ihn schon zu Lebzeiten zu einem der berühmtesten Malers Großbritanniens machten.

    Doch auch wenn die Antike in der Kunst des Viktorianischen Malerei allgegenwärtig war, stach ein Maler heraus: John William Waterhouse. Waterhouse lebte nämlich nicht nur in London - dem Zentrum des technischen Fortschritts, sondern auch in einer der Hauptstädte von Spiritismus und Okkultismus. So erscheinen die detailversessenen Darstellungen von John William Waterhouse weniger Romantisch, noch Klassizistisch, sondern eher als Protokolle der beginnenden Moderne.

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